Dienstag, 2. Januar 2018

ACHTUNG: Orkan überquert Deutschland - Hochwassergefahr!

Aufgepasst! Am Mittwoch überquert uns ein Orkantief mit seinem Sturm- und Niederschlagsfeld. Selbst in den tiefen Lagen sind dabei Spitzenböen bis 110 km/h möglich, ganz vereinzelt sogar Orkanböen um 120 km/h. In den Mittelgebirgen sind Orkanbösen bis 150 km/h drin. Das kann regional sehr gefährlich werden und man muss mit starken Behinderungen im Bahn-, Straßen- und Flugverkehr rechnen. Besonders betroffen sind der Westen und Süden, aber auch im Norden und Osten Deutschlands muss man mit Sturm rechnen.
schwerer Sturm am Mittwochmorgen, Lage des Windfeldes und der Spitzenböen, www.wetterdata.de


Mit dem Sturm kommt neuer starker Regen. Die ohnehin sehr hohen Flusspegel werden dadurch rasant ansteigen. Die Behörden gehen in aktuellen Prognosen für den Oberrhein sogar von einem markanten Hochwasser aus. Der Pegel Maxau könnte demnach die kritische Marke von 9 Metern erreichen.

Doch vor dem Hochwasser wird morgen erstmal der Sturm das große Thema werden. Ab den frühen Mittwochmorgenstunden nimmt der Wind um Westen und Süden stark zu. Dann erwarten wir im Flachland Spitzenböen zwischen 80 und 100 km/h, stellenweise sind sogar orkanartige Böen bis 110 km/h möglich. In den mittleren und höheren Lagen erwarten wir volle Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h. Der Sturm beginnt am Morgen im Westen und Norden (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, NRW, Hessen) und verlagert sich dann nach Baden-Württemberg und Bayern und dann weiter nach Ostdeutschland. Mit dem Sturm ziehen im Westen und Südwesten heftige Regenfälle auf. Die Schneefallgrenze steigt bis in die Hochlagen und es setzt sich den Mittelgebirgen starkes Tauwetter ein. Schmalzwasser und starker Regen verschärfen damit die Hochwasserlage.
Trend Wasserstand für den Pegel Maxau am Oberrhein: es wird ein markanter Anstieg erwartet

Wer nicht unbedingt muss, der sollte morgen im Haus bleiben. Glücklicherweise sind noch in vielen Bundesländern Schulferien. Auch auf Reisen mit der Bahn und dem Flugzeug sollte man morgen besser verzichten, denn es ist mit starken Behinderungen zu rechnen. „Wahrscheinlich werden wieder einige Bahnstrecken durch Sturmschäden gesperrt werden müssen, auch der Flugbetrieb dürfte in Mitleidenschaft gezogen werden. Das betrifft vor allem die Flughäfen Köln/Bonn, Frankfurt, Saarbrücken und Stuttgart“ so Wetterexperte Jung.

An Rhein, Mosel, Saar, Nahe, Main und Neckar droht ab morgen eine Hochwasserlage. Wie ausgeprägt diese Hochwassersituation ausfallen wird, hängt im Detail von der exakten Zugbahn der Niederschlagsgebiete ab. 


So geht es in den nächsten Tagen weiter:


Mittwoch: 4 bis 8 Grad, Sturm, teils orkanartige Böen, starker Regen
Donnerstag: 7 bis 14 Grad, sehr mild, weiterhin windig bis stürmisch mit Dauerregen, bis in die Hochlagen starkes Tauwetter
Freitag: 7 bis 13 Grad, bedeckt, besonders nach Westen und Süden weiterer Regen
Samstag: 5 bis 9 Grad, bedeckt, kaum noch Regen
Sonntag: 1 bis 7 Grad, deutlich kühler, ab und zu etwas Sonne, dazwischen etwas Regen oder Schneeregen
Montag: 1 bis 8 Grad, mal Sonne, mal Wolken, kaum Niederschlag
Dienstag: 2 bis 10 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken
Mittwoch: 5 bis 10 Grad, mal Sonne, mal Wolken, ab und zu etwas Regen

Bis einschließlich Freitag dauert das wechselhafte, nasse und sehr stürmische Westwindwetter an. Danach könnte es dann zu einer Wetterberuhigung kommen.

Echtes Winterwetter bis ins Flachland ist dagegen weiterhin nicht in Sicht. Der stramme Winter hat sich dagegen über Nordamerika festgefahren. Die USA erleben weiterhin eine rekordverdächtige Kältewelle. Erst zum Wochenende könnte es dort etwas wärmer werden. Derzeit gibt es in den nördlichen Bundesstaaten der USA und in Kanada Temperaturen zwischen minus 10 und minus 30 Grad.

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