Montag, 3. April 2017

Wetter: Gibt es auch 2017 einen Unwettersommer?

Der Frühling ist da und er zeigt sich seit einigen Tagen von seiner besten - fast schon frühsommerlichen - Seite. Seit einigen Tagen ist es für die Jahreszeit viel zu warm. Wir erleben derzeit Temperaturen die eher für Ende Mai typisch sind. Am Freitag und Samstag gab es in Deutschland bereits zwei Sommertage in Folge. An beiden Tagen wurde es über 25 Grad warm. Gern möchte man jetzt schon wissen, wie das Wetter im kommenden Sommer wird. Aber: Eine Wettervorhersage gibt es heute noch nicht. 

Allerdings kann man so genannte Klimatrends bemühen. Die können dann sagen, ob eine Jahreszeit wärmer oder kälter als im langjährigen Durchschnitt ausfallen könnte. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA geht für diesen Sommer von leicht überdurchschnittlichen Temperaturen aus. Im Schnitt soll es bis zu 1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel werden. 
Sommer 2017: im Schnitt 1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, Quelle: NOAA
Wirklich aussagekräftig ist das nun nicht. Seinen Urlaub kann man mit dieser Angabe nämlich nicht planen. Im Zeitraum Juni, Juli, August könnte es 1 Grad wärmer als normal werden. Was heißt das? Das kann vieles heißen: So könnten zwei Monate total warm ausfallen und ein Monat so dermaßen kalt, dass unterm Strich immer noch ein um 1 Grad zu warmer Sommer herauskommt. Es könnte auch zwei kalte Monate geben und dann einen sehr heißen Monat und auch dann könnte man unterm Strich einen um 1 Grad zu warmen Sommer bekommen.

Kurzum: Mit Klimatrends sollte man nicht seinen Urlaub planen!

Trotzdem ist es jedes Mal wieder spannend sich diese Trends anzuschauen. Es gibt von NOAA auch einen Trend in Sachen Niederschlag.

Niederschlagstrend Sommer 2017: im Norden trockener, im Süden nasser als üblich
Demnach sind hier erstmal keine spektakulären Ereignisse zu erwarten. Im Süden nasser als normal, im Norden trockener als üblich. Die Mitte soll demnach niederschlagstechnisch im Normalbereich liegen. Aber auch das hat noch keine tiefergehenden Aussagen zur Folge. Dies sind gemittelte Werte und das über 3 Monate hinweg. Extremereignisse können damit überhaupt nicht erfasst werden. Zudem ist der Parameter "Niederschlagsmenge" ohnehin einer der am schwersten zu bestimmenden meteorologischen Parameter! Bei einer anstehenden Gewitterlage weiß man beispielsweise ja selbst einen Tag davor noch nicht einmal wie viel Niederschlag exakt vom Himmel kommen könnte...

Hoffen wir nur, dass es nicht wieder zu Sturzfluten wie im vergangenen Jahr kommt!

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