Mittwoch, 25. Januar 2017

Wetter: Dieses Wetter macht uns krank- Feinstaubbelastung erreicht gesundheitsschädliche Werte!

Man kennt und hört es oft aus dem Sommer: die Feinstaubbelastung (PM10) erreicht gefährliche Werte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das ist der Schwellwert ab dem es für die Gesundheit des Menschen gefährlich werden kann. Aber nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter kann dieses gesundheitsgefährdende Problem auftreten und das tut es derzeit ganz gewaltig.

Die aktuelle winterliche Hochdruckwetterlage, die nun schon seit Wochen anhält, sorgt für eine geringe bis gar nicht vorhandene Windgeschwindigkeit. Daher können Schadstoffe in der Luft nicht abtransportiert werden und sammeln sich stattdessen immer mehr an. Sie sammeln sich unterhalb von ca. 1000 m an wie unter einer Glocke. Das ist für die menschliche Gesundheit gefährlich. Es ist zudem eine unsichtbare Gefahr.

Am vergangenen Montag (23.1.2017) haben deutschlandweit sage und schreibe 167 Messstationen den Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zum Teil deutlich überschritten. Der Maximalwert wurde mit 152 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft bestimmt – mehr als das 3-fache des Grenzwerts.

Feinstaub-Alarm: in vielen Regionen Deutschlands sind die Grenzewerte teils deutlich überschritten, Quelle: Bundesumweltamt

Die aktuelle Wetterlage macht uns krank. Feinstaub ist gefährlich für die Gesundheit des Menschen. Die Partikel gelangen über die Atemwege in den gesamten Körper und setzen sich dort fest, führen zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, unter anderem auch Krebs. Doch wirklich zu interessieren scheint das Thema aktuell kaum einen. Das ist verwunderlich, da sonst in Deutschland wegen jeder noch so kleinen Verunreinigung ausführlich öffentlich debattiert wird.

Die obige Karte zeigt in welchen Regionen die Feinstaubbelastung besonders hoch ist. Nach Nordosten hin sind die Werte eher niedrig. Dort gab es immer wieder etwas Luftbewegung. Aber besonders nach Süden und Westen hin sind Spitzenwerte erreicht. Dort war das Hoch in den vergangenen Tagen besonders stabil, während im Nordosten kurzzeitig auch mal Tiefausläufer unterwegs waren.


Feinstaub oder manchmal auch Schwebstaub genannt, sind Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken und eine gewisse Zeit in der Atmosphäre bleiben. Die winzigen Partikel sind für das menschliche Auge unsichtbar- daher eine unsichtbare Gefahr. Es ist nachgewiesen, dass der Feinstaub schädlich für die Gesundheit des Menschen ist. Ganz vorne mit dabei bei der Feinstauberzeugung sind die Kraftfahrzeuge.

Christa hat Ausdauer: der hohe Luftdruck dauert mindestens bis Sonntag an, wetter.net
Richtig dicke und gefährliche Luft gab es am vergangenen Silvester. Durch die Böllerei wurde noch mehr Feinstaub in die Luft geblasen, bedingt durch das Feuerwerk.

GEFÄHRDUNG DAUERT WEITER AN!

Die Gefährdungslage dauert auch in den kommenden Tagen an, denn der hohe Luftdruck hält weiterhin durch. Es gibt kaum Luftbewegung und damit werden die Werte beim Feinstaub weiterhin hoch bleiben bzw. noch weiter ansteigen. Erst ab Sonntag könnte etwas Bewegung in die Wetterküche kommen und Hoch Christa beginnt zu schwächeln. Dadurch könnte die Feinstaubbelastung reduziert werden. Doch bis dahin bleibt die Luft gefährlich.

Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann sollte man auf Fahrten mit dem Auto verzichten. Zum Briefkasten oder Bäcker um die Ecke schafft man es sicherlich auch mal zu Fuß. Jede unnötige Autofahrt belastet derzeit unserer aller Gesundheit.

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