Dienstag, 10. Oktober 2017

Wetter: Jetzt kommt der goldene Oktober - aber wie lange bleibt er?

Noch zeigt sich der Himmel über Deutschland vielfach grau in grau. Stellenweise fällt Regen. Doch das wird sich bald ändern. Vom Atlantik macht sich ein Hoch auf den Weg nach Mitteleuropa. Es wird wahrscheinlich den Namen Tanja tragen. Für uns bringt dies den goldenen Oktober. Zunächst wird es im Westen und Süden freundlich und trocken. Am Wochenende scheint die Sonne dann auch im Norden und Osten. Das gilt besonders für den Sonntag. Dann dürfen wir uns im ganzen Land über 8 bis 10 Sonnenstunden freuen. Die Temperaturen überspringen zum Teil deutlich die 20-Grad-Marke. Im Westen wird sogar an der 25-Grad-Marke gekratzt.
Über 20 Grad und Sonne: jetzt wird der Oktober golden
Am schwersten hat es der goldene Oktober im Norden und Osten. Dort ziehen in den nächsten Tagen immer wieder Wolken durch. Stellenweise lassen Sie auch noch etwas Regen zurück. Dagegen ist es ab Donnerstag im Westen und Süden oftmals schon trocken und sonnig.

Die Sonne muss sich aber aktuell schon ganz schön abmühen. Morgens gibt es häufig dichte Nebelfelder. Regional kann es bis zum Mittag dauern, bis sich diese aufgelöst haben. Manchmal gelingt das auch gar nicht. Dann bleibt es den ganzen Tag trüb.

Wie es nach dem Wochenende weitergeht ist noch nicht ganz sicher. Einige Wettermodelle sehen ab Montag wieder leicht wechselhaftes Wetter, andere Wettermodelle gehen von einer Fortdauer des ruhigen Herbstwetters aus. 

Der Wettertrend für die nächsten Tage:

Mittwoch: 15 bis 21 Grad, im Norden Regenwolken, sonst vielfach schon freundlich und trocken
Donnerstag: 14 bis 20 Grad, im Norden weiterhin Wolken und etwas Regen, sonst trocken
Freitag: 15 bis 21 Grad, Mix aus Sonne und regional dichten Wolken, meist trocken
Samstag: 16 bis 23 Grad, im Nordosten noch dichte Wolken, sonst nach Nebel überall sonnig
Sonntag: 17 bis 24 Grad, vielfach nach Frühnebel freundlich und trocken
Montag: 18 bis 25 Grad, erst sehr freundlich, zum Abend im Nordwesten Regenwolken
Dienstag: 15 bis 24 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken
Mittwoch: 17 bis 24 Grad, überwiegend trocken, mal Sonne, mal Wolken

Sonnenscheindauer in Stunden für das kommende Wochenende:

Hamburg: Samstag 1 Stunde, Sonntag 10 Stunden
Köln: Samstag 8 Stunden, Sonntag 10 Stunden
Berlin: Samstag 3 Stunden, Sonntag 10 Stunden
München: Samstag 9 Stunden, Sonntag 9 Stunden

Mittwoch, 20. September 2017

Wetter: Kältester Winter seit 100 Jahren?

Wir erleben nun fast Jahr für Jahr einen neuen Jahrhundertwinter - zumindest auf dem Papier. Man kann schon die Uhr danach stellen: regelmäßig im September oder Oktober geistert die Meldung über einen vermeintlichen Extremwinter durch die Medienlandschaft. Dieses Jahr wurde diese Story von einigen Medien in Österreich herausgebracht, unter anderem von der Kronenzeitung. Und wie jedes Jahr sind diese Meldungen nicht seriös. Sie basieren auf keinen Fakten. Es wird immer nur von irgendwelchen Wissenschaftlern berichtet, die irgendetwas festgestellt haben. Das Ergebnis: Wir bekommen den kältesten Winter seit 100 Jahren. Vielleicht dachten sich die Österreicher auch nur: "Hey, lasst uns doch mal ein wenig den Wintersport-Tourismus im Land ankurbeln." Da kommen Meldungen über viel Schnee doch gerade richtig. 
basiert zumindest auf einer wissenschaftlichen Arbeitsweise: der Klimatrend für den kommenden Winter 2017/2018 von der US-Wetterbehörde NOAA
Das ist sicherlich eine schöne Geschichte und dürfte die Herzen aller Winterfans höher schlagen lassen. Leider ist es aber wissenschaftlich gesehen total unseriös. Kein Mensch und auch kein Meteorologe weiß heute, ob wir einen Jahrhundertwinter bekommen werden oder nicht. Und mit einem neuen Klimazyklus hat das schon mal gar nichts zu tun. Klima ist etwas langfristiges und nichts wo von heute auf morgen ein Schalter umgelegt wird und siehe da wie haben einen Jahrhundertwinter.

Die Geschichte auf krone.at oder auf wetter.at ist einfach frei erfunden. Wenn es nach den Schlagzeilen der vergangenen Jahre geht, dann hätten wir fast jedes Jahr einen Jahrhundertwinter bekommen:




Wir hatten in den vergangenen Jahres fast schon alles und jeden der einen Jahrhundertwinter vorher gesagt hat: russische Experten, britische Wissenschaftler und sogar eine Königskerze (Pflanze) aus der ein Jahrhundertwinter herausgelesen wurde.

Wissenschaftlich gesehen gibt es lediglich so genannte Klimatrends. Die können abschätzen, ob eine Jahreszeit wärmer oder kälter, nasser oder trockener als in den Vorjahren werden KÖNNTE. Aber auch die können niemals EXTREMEREIGNISSE wie einen Jahrhundertwinter erkennen.

Folgt man dem Klimatrend der US-Wetterbehörde NOAA für den kommenden Winter, dann steht uns sogar eher ein „zu warmer“ Winter bevor und ein Winter der „nasser als im langjährigen Durchschnitt“ ausfallen könnte, also alles andere als ein Jahrhundertwinter.

Nach echten wissenschaftlichen Berechnungen sieht es aktuell eher nach einem Winter der wärmeren Art aus. Aber auch in einem Winter der letztlich „zu warm“ ausfällt kann es natürlich immer wieder einzelne Phasen mit Schnee und Eis geben. Das darf man nicht vergessen! 

Dienstag, 12. September 2017

Wetter: Orkantief Sebastian bringt uns den ersten Sturm der Saison!

Alle Welt blickt seit Tagen in Richtung Florida und auf den Hurrikan Irma. Dabei ging ein klein wenig die Tatsache unter, dass auch wir hier in West- und Mitteleuropa mit dem ersten Herbststurm der Saison rechnen müssen und zwar schon am morgigen Mittwoch. Dann kommt das Orkantief Sebastian und sorgt für sehr viel Wind. An den Küsten kann es in Böen mehr als 100 km/h geben, auf den Nordseeinseln sogar bis zu 140 oder 150 km/h. Selbst weiter im Westen und in der Mitte sind ab Mittwochnachmittag Böen bis 80 oder 90 km/h möglich.
Orkantief Sebastian: Spitzenböen am Mittwochnachmittag, www.wetter.net
Das mag auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär klingen, ist aber für Mitte September schon eine recht ordentliche Entwicklung. Außerdem sind die meisten Laubbäume derzeit noch sehr dicht belaubt. Das bietet den Sturmböen eine perfekte Angriffsfläche und kann damit einigen Schaden verursachen. Daher sollten an unbedingt schauen, dass man am Mittwoch und noch am Donnerstag Ausflüge in Waldgebiete vermeidet. Auf Terrasse und Balkon gilt es sämtliche Sachen die lose sind zu verzurren. Besonders im Norden müssen wir durch umgestürzte Bäume mit Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr rechnen.

Mit Orkan Sebastian kommen auch starke Regenfälle auf. Das betrifft vor allem die Region vom Saarland über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen. Dort fallen ab Mittwochnachmittag bis Donnerstagnachmittag 50 bis 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Stellenweise können es auch noch mehr werden. Neben dem Sturm werden dort dann auch die steigeenden Bach- und Flusspegel zu einem Problem.
Großwetterlage am Dienstagnachmittag: Orkantief Sebastian liegt mit seinem Zentrum noch bei Irland, www.wetter.net

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

Mittwoch: 14 bis 21 Grad, viele Wolken, ab und zu Schauer, vom Saarland über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen kräftiger Regen, in der Mitte und im Norden STURMGEFAHR!
Donnerstag: 10 bis 18 Grad, weiterhin wechselhaft mit Schauern, nach Süden auch Regen
Freitag: 14 bis 20 Grad, Schauerwetter
Samstag: 14 bis 20 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern
Sonntag: 13 bis 21 Grad, mal Sonne, mal Wolken und kurze Schauer
Montag: 13 bis 21 Grad, weiterhin wechselhaft, zeitweise windig, mal Sonne, dann wieder Schauer
Dienstag: 13 bis 20 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern
Mittwoch: 15 bis 21 Grad, viele Wolken, immer wieder neben Sonne auch Schauer
Donnerstag: 20 bis 25 Grad, Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern

Freitag: 16 bis 23 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern

Fazit: So schnell will das windige und wechselhafte Herbstwetter erstmal nicht weichen...

Dienstag, 5. September 2017

Wetter: Hurrikan Irma: "Weite Teile Floridas könnten zerstört werden"

Das sieht derzeit gar nicht gut aus. Wer kann, der sollte in den nächsten Tagen die Karibik und Florida sowie die anliegenden Bundesstaaten der USA unbedingt meiden bzw. diese Regionen so schnell es geht noch verlassen. Die Wetterprognosen für den aufziehenden Hurrikan Irma werden immer düsterer. Die Anzeichen verdichten sich mehr als deutlich, dass sich der Hurrikan zu einem echten Volltreffer für Florida entwickelt. Er könnte zudem genau auf die Metropole Miami treffen.

Binnen weniger Tage steht den USA die nächste Naturkatastrophe ins Haus. Irma peilt einen vor allem für Florida zerstörerischen Kurs an. Der Hurrikan würde einmal komplett von Süd nach Nord über den US-Bundesstaat ziehen. Bei Landgang liegen seine Spitzenböen nach aktuellen Berechnungen bei bis zu 250 km/h. Es werden zudem Regenmengen von 300 bis 400 Litern pro Quadratmeter berechnet. Der Landgang ist für die Nacht zum Sonntag berechnet worden. Vor fast genau 25 Jahren erlebte Florida seinen heftigsten Hurrikan Andrew. Diesen könnte Irma nach den aktuellen Berechnungen deutlich in den Schatten stellen. Wer kann, der sollte die Region schnellstens verlassen.
aktuell berechnete Zugbahn von Hurrikan Irma, Quelle: NOAA
Bereits jetzt ist Irma ein Hurrikan der Stufe 4. Sehr wahrscheinlich wird Irma in den nächsten Stunden sogar die höchste Stufe 5 erreichen. Die Spitzenböen liegen um 250 km/h. Die Zuggeschwindigkeit des Sturms selbst ist dagegen geradezu gemütlich. Nur mit 15 bis 20 km/h zieht der Tropensturm über den Atlantik. 

Irma wird unter anderem Puerto Rico, Kuba und die Bahamas treffen und dann fast direkt auf Florida und auf Miami ziehen. Die weitere Zugbahn sieht derzeit vor, dass der Hurrikan einmal von Süd nach Nord über den gesamten US-Bundesstaat Florida hinweg ziehen könnte. Das wäre das schlimmste Szenario. Es müsste mit schweren Schäden und sehr wahrscheinlich auch mit Todesopfern gerechnet werden. Neben den heftigen Stürmen sind auch starke Regenfälle dabei. Verbreitet fallen im Einflussgebiet des Hurrikans 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter, lokal auch noch mehr. 


Neben Florida wären auch Anliegerstaaten wie Alabama oder Georgia betroffen. Derzeit kann man von Reisen in diese Regionen nur dringend abraten. Dort besteht in den kommenden 7 Tagen Lebensgefahr. 
Lage am Montagmorgen Ortszeit: Hurrikan Irma liegt mit seinem Zentrum exakt über dem Süden Floridas, um ihn herum Spitzenböen von über 200 km/h

Montag, 4. September 2017

Wetter: Hurrikan Irma nimmt Kurs auf die US-Ostküste!

Wie wir bereits von Anfang an befürchtet hatten, hat sich Hurrikan Harvey tatsächlich zerstörerischer als Hurrikan Katrina im Jahre 2005 entwickelt. Kaum hat sich Harvey nach tagelangen Dauerregenfällen endlich etwas abgeschwächt, da steht auf dem Atlantik schon der nächste Hurrikan in den Startlöchern. Er trägt den Namen Irma und könnte nach den aktuellen Berechnungen zum kommenden Wochenende direkt auf die US-Ostküste und vor allen Dingen Florida treffen!

In den USA sieht es nur noch einer kurzen Verschnaufpause in Sachen Hurrikan aus. Der Sturm Irma nimmt Florida und Teile des US-Ostküste ins Visier. Derzeit liegt er noch weit draußen auf dem Atlantik, hat aber bereits jetzt schon Spitzengeschwindigkeiten von über 270 km/h erreicht. Im Mittel erreichen die Winde derzeit rund 180 km/h. Innerhalb weniger Stunden hat sich Irma von einem tropischen Sturmtief direkt zu einem Hurrikan der Stufe 2 entwickelt. So eine schnelle Entwicklung hin zu einem Hurrikan der Stufe 2 gibt es nur sehr, sehr selten. Daher sollte Irma genau im Auge behalten werden, dann es könnte ein extrem gefährlicher Hurrikan werden.
aktuelles Zentrum von Hurrikan Irma und weitere Zugbahn
Laut aktuellem Wettertrend könnte Irma am Sonntag oder Montag die US-Ostküste erreichen, wenn er nicht noch vorher abdreht. Das ist derzeit aber eher unwahrscheinlich. Die meisten Wettermodelle deuten derzeit darauf hin, dass Irma die US-Ostküste treffen wird. Ob das genau bei Florida oder etwas weiter nördlich davon sein wird ist allerdings noch unklar.

Auf seiner weiteren Zugbahn ist zu befürchten, dass sich Irma noch zu einem Hurrikan der Stufe 4 entwickeln könnte. Dieser Sturm hat enormes Schadenspotential.
einer aktuellen Prognose zufolge könnte Irma am Sonntag (10.9.) oder Montag (11.9.) direkt auf Florida treffen

Dienstag, 22. August 2017

Wetter: Hoffnung auf einen goldenen Herbst!

Der Sommer 2017 war vor allen Dingen eins: ziemlich nass. In vielen Regionen Deutschlands gab es mehr Regen als üblich. In Berlin war es sogar der nasseste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Viele orte verzeichnen das zwei- oder sogar dreifache der üblichen Regenmenge. Im deutschlandweiten Gebietsmittel brachte der Sommer bisher 20 Prozent mehr Regen als sonst üblich. Doch der größte private Wetterdienste der USA- accuweather - macht nun Hoffnung auf einen überwiegen trockenen und sonnigen September. Die Kollegen aus Übersee hatten bereits im Mai den eher nassen und unwetterträchtigen Sommer angekündigt. Ich hatte im Mai 2017 in diesem Blog darüber berichtet.
das könnten die "Highlights" des kommenden Herbstes werden, Quelle: accuweather
Wörtlich heißt es im aktuellen Herbst-Trend: ”Extended periods of dry weather are forecast during the month of September across France, Germany and Poland, bringing more sunshine than many locations experienced during the middle of summer. Paired with these conditions, temperatures will soar above normal during much of September.”

Im September könnte es länger anhaltende trockene Wetterphasen geben, die bei uns zum Teil mehr Sonnenschein bringen könnten, als dies zur Sommermitte an einigen Orten der Fall gewesen sei. Auch Polen, die Schweiz, Österreich oder etwa Frankreich sollen einen trockenen und eher sonnigen September bekommen.

Für den Oktober sehen die Experten aus den USA dann eher mehr Niederschläge als üblich, während der November in Sachen Regenfälle wieder normale Werte bringen könnte. 

Wir immer ist das nur ein Klimatrend und nicht als detaillierte Wetterprognose anzusehen. Wie das Wetter beispielsweise am 3. Oktober wird kann heute noch keiner vorhersagen.

Donnerstag, 10. August 2017

Wetter: 40 Grad und 100 Liter Regen pro Quadratmeter im Sommerloch!

Was für ein Sommer. Heute werden bis zu 40 Grad erreicht und das sogar im deutschsprachigen Raum. Aber nicht in Deutschland, sondern in Wien. Das könnte für die Hauptstadt Österreichs einen neuen Allzeit-Temperaturrekord bedeuten. Bei uns dagegen Regen und dabei gleich bis zu 100 Liter pro Quadratmeter. Das ist mehr als normal im ganzen Monat August vom Himmel kommt. Schwerpunkt ist dabei heute der Westen und Südwesten. Morgen ist dann auch die Mitte und teilweise der Osten dran. Im Südwesten werden bei Dauerregen heute gerade mal Werte um oder sogar unter 10 Grad gemessen.
am Donnerstag bis 40 Grad in Österreich, kaum 10 Grad im Südwesten Deutschlands, www.wetterdata.de
Wir erwarten wie bereits vergangenen Freitag angekündigt heute und morgen im Westen und Südwesten, sowie später auch in der Mitte und im Osten kräftigen Regen. Lokal kommen dabei schon wieder bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Das ist mehr als normal im ganzen Monat August vom Himmel kommt. Statt 40 Grad – die man auch nicht unbedingt haben muss – werden bei Dauerregen gerade mal Werte knapp über 10 Grad erreicht und das mitten im Hochsommer. Später kühlt es dann auch in den Alpen ab und es kann dort bis auf 2000 m herab Schnee geben. Erst am Samstag zieht das Dauerregentief Hartmut ab und die Sonne kann zurückkehren.

Die Regensummen fallen in den kommenden Tagen sehr üppig aus. Die Pegel von Bächen und Flüssen dürften dabei ansteigen. Erst am Samstag lassen die Niederschläge dann langsam nach und verlassen Deutschland. Richtung Sonntag und Montag kann es dann schon wieder richtig warm bis heiß werden. Zu Wochenbeginn sind im Südwesten dann schon wieder Spitzenwerte um 30 Grad möglich. Das auf und ab des Sommers 2017 geht munter weiter.

Am Donnerstagmittag kommt besonders im Südwesten viel Regen vom Himmel:

video

So werden die kommenden Tage:

Donnerstag:bis 26 Grad, im Westen und Südwesten Regen ohne Ende, sonst ein Mix aus Sonne, Wolken und Schauern
Freitag: 13 bis 24 Grad, in der Mitte und im Osten weiterhin sehr nass, später nach Osten hin teils kräftige Schauer und Gewitter
Samstag: 17 bis 23 Grad, mal Sonne, mal Wolken und in der Mitte weiterer Regen, später auch im Nordwesten nass
Sonntag: 20 bis 27 Grad, nur noch im Nordwesten Schauer, sonst freundlicher
Montag: 24 bis 31 Grad, ein schöner Sommertag steht an
Dienstag: 23 bis 32 Grad, erst freundlich, doch dann schon wieder neue Schauer und Gewitter
bis Samstagmorgen viel Regen im Südwesten und Westen, später auch im Osten, www.wetterdata.de
Ab Wochenmitte wird es dann wieder zunehmend wechselhaft und kühler. Besonders im Süden und in den Alpen kann es dann schon wieder zu extremen Regenfällen mit Mengen über 100 Litern pro Quadratmetern kommen. Ein stabiles Sommerhoch ist weiterhin nicht in Sicht und wird sich sehr wahrscheinlich bis Monatsende auch nicht mehr zu uns bewegen.

Dienstag, 8. August 2017

Wetter: Winter womöglich extrem warm und nass!

Der Sommer war bisher sehr wechselhaft. In der Regel ist das nicht ungewöhnlich, denn mitteleuropäische Sommer sind meist von der unbeständigen Sorte. Die Regensummen die in den vergangenen Wochen vom Himmel kamen, sind allerdings tatsächlich außergewöhnlich. Der Juli 2017 einer der fünf nassesten Juli-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der Juni fiel besonders im Norden buchstäblich ins Wasser, denn auch dort fiel deutlich mehr als im langjährigen Klimamittel zu erwarten wäre.

Erste Klimatrends deuten nun darauf hin, dass auch der kommende Winter deutlich zu warm und zu nass werden könnte. Die US-Wetterbehörde NOAA erstellt regelmäßige Klimatrends für die kommenden Monate und Jahreszeiten.
Klimatrend: Winter 2017/2018 könnte in fast ganz Europa "wärmer als normal" ausfallen, Quelle: US-Wetterbehörde NOAA
Nach diesen Berechnungen könnte die kalte Jahreszeit in Deutschland 2 bis 3 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010 ausfallen. Schaut man sich die Temperaturkarte an, dann erkennt man fast keine Regionen die "normal" oder "kälter" ausfallen könnten. Also Zeitraum für den Winter werden hierbei die Monate Dezember, Januar und Februar angesetzt.

Auch beim Niederschlag könnte es Abweichungen nach oben geben. Die Monate Dezember bis Februar könnten laut NOAA regional deutlich nasser als üblich ausfallen. Das wäre nicht verwunderlich. Ein sehr milder Winter geht in der Regel mit typischen Westwindwetter einher. Tiefdruckgebiete ziehen immer wieder vom Atlantik nach Mitteleuropa und bringen warme Luftmassen mit und dabei auch jede Menge Niederschlag, der dann meist als Regen fallen dürfte.
Klimatrend: Laut den aktuellen Berechnungen der US-Wetterbehörde NOAA könnte der Winter 2017/2018 regional deutlich mehr Niederschlag bringen
Ob es letztlich der typisch stürmische Westwindwetter-Winter werden wird oder nicht weiß jedoch noch kein Mensch. Diese Klimatrends sind experimenteller Art und danach sollte man z.B. nicht seinen Urlaub planen.

Ein milder Winter wäre nach der Vorgeschichte auch nichts Ungewöhnliches. In den vergangenen Jahren waren die Winter mehrheitlich eher warm. Die letzten noch einigermaßen kälteren Winter liegen um das Jahr 2010 herum. Der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war 2006 auf 2007. Damals fiel der Winter rund 4 Grad zu warm aus.

Freitag, 4. August 2017

Wetter: Kommt es nächste Woche wieder zu Hochwasser?

Der Sommer 2017 bleibt weiterhin eine extrem wechselhafte Angelegenheit. Das deutet sich nun auch für die nächste Woche an. Es scheint so, als würde es sich schon wieder ein Höhentief bei uns gemütlich machen und das mit zum Teil sehr hohen Regenmengen. Die Temperaturen fahren um das Tief herum Achterbahn.


Unter den Regenwolken des Tiefs würde es oftmals nur für 13 bis 15 Grad reichen, außerhalb der Regenwolken wären dagegen Spitzenwerte zwischen 26 und 28 Grad möglich. Zwischen diesen starken Temperaurgegensätzen würde es dann in der kommenden Woche immer wieder zu starken Niederschlägen kommen, ähnlich denen von Ekel-Tief Alfred welches vergangene Woche in Teilen Deutschlands für Hochwasser gesorgt hat. Da steht und schon wieder eine interessante Wetterwoche ins Haus. Die Gefahr ist gegeben, dass wir irgendwo im Land eine neue Hochwasserlage bekommen könnten. Sicher ist das allerdings noch lange nicht.

nächste Woche könnte es in Deutschland zu starken Temperaturgegensätzen kommen, wie hier beispielsweise für Dienstag angedeutet wird, www.wetterdata.de
Wie sich die Niederschlagssituation nächste Woche im Detail entwickeln wird ist noch offen. Sicher ist allerdings schon jetzt: ein stabiles Sonnenhoch ist nicht zu erwarten! Es wird immer wieder zum Teil starken Regen geben, die Frage ist nur: Wo genau gehen die stärksten Regenfälle nieder?

So entwickeln sich die kommenden Tage:

Samstag: 18 bis 30 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer
Sonntag: 17 bis 26 Grad, im Südosten Wolken und Regen, sonst ein recht freundlicher Sonntag
Montag: 23 bis 30 Grad, Vielfach freundlich, später einzelne Schauer und Gewitter
Dienstag: 17 bis 32 Grad, erst freundlich, dann aus Westen starker Regen
Mittwoch: 18 bis 24 Grad, überwiegend wechselhaft mit Regenfällen
Donnerstag: 18 bis 28 Grad, regional freundlich, stellenweise aber auch starker Regen
Freitag:  15 bis 28 Grad , weiterhin unbeständig mit Sonne und Regen

WIESO IST DIE WETTERPROGNOSE DERZEIT SO SCHWIERIG?

Eine exakte Prognose über 72 Stunden hinaus ist derzeit nicht möglich. Die Wetterlage ist einfach zu unbeständig. Man kann sagen, dass die nächste Woche wieder sehr wechselhaft ausfallen wird. Wer genau wann aber Sonne oder Regen abbekommt, das kann man jetzt einfach nicht sagen.

Das ist wie beim Wetter der vergangenen Tage, das war auch sehr wechselhaft. Gerade bei Gewittern ist eine Prognose erst dann möglich, wenn sich die ersten Gewitter-Zellen gebildet haben. Sonst kann man am Vortag nur abschätzen in welchen Regionen oder Bundesländern es Gewitter geben könnte. Man kann aber keinesfalls schon am Vortag sagen welche Ortschaften genau betroffen sein werden. Das geht aus meteorologischer Sicht einfach nicht, dafür ist die Atmosphäre einfach zu chaotisch und in diesen Tagen besonders!

Daher erwirkt die derzeitige Wetterlage bei vielen Menschen den Eindruck, dass die Prognosen oftmals „schlecht“ seien. Dabei sind sie das gar nicht, sondern einfach nur schwieriger als sonst.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Wetter: Nach über 200 Litern Regen steht neue Hitze bereit- über 35 Grad heiß!

Bereits am vergangenen Freitag hatten wir auf die möglichen extremen Regenmengen hingewiesen. Laut Berechnungen sollten es bis zu 200 Liter pro Quadratmeter werden die vom Himmel kommen. Der Brocken im Harz hat nun tatsächlich zwischen Montag- und Mittwochmorgen satte 238 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen und es regnet dort munter weiter. Erst ab Donnerstag lassen die Niederschläge langsam nach. Doch dann geht es wie erwartet wieder rasant Richtung Hochsommer. Aus Südwesteuropa strömt sehr heiße Luft nach Deutschland. Ab Sonntag wird die 30-Grad-Marke geknackt, schon am Montag kann sogar die 35-Grad-Marke fallen.
aus dem Mittelmeerraum strömt ab Sonntag/Montag wieder sehr heiße Luft zu uns nach Deutschland
Wechselhafte Sommer sind in Deutschland völlig normal. Das ist das eine. Was allerdings nicht „normal“ ist und das zeigt ein Vergleich mit der Statistik, sind die extrem hohen Regenmengen die in diesem Sommer bereits gefallen sind. Im Juli 2017 ist vielfach schon das zwei- bis dreifache der normalen Monatsmenge gefallen. Das ist sehr nass. In Berlin kam es noch dicker, dort fiel Ende Juni an nur einem Tag gleich eine halbe Jahresmenge vom Himmel. Und nun steht nach dem herbstlichen Dauerregen schon die nächste Hitze ins Haus. Aktuell gehen einige Wettermodelle von Spitzenwerten um und sogar über 35 Grad aus. Das amerikanische Wettermodell GFS sieht für die Tage ab Sonntag in Deutschland sogar erneut Spitzenwerte von 37 oder gar 38 Grad. Es geht damit also erneut Richtung 40-Grad-Marke.

es wird wieder heiß, www.wetterdata.de 
So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Mittwoch: 14 bis 26 Grad, besonders in der Mitte und im Süden weiterer Regen, sonst langsam trockener
Donnerstag: 16 bis 25 Grad, ab und zu Sonnenschein, der Regen zieht langsam ab
Freitag: 19 bis 25 Grad, Sonne, Wolken und einzelne Schauer
Samstag: 19 bis 28 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Schauern oder Gewittern
Sonntag: 24 bis 31 Grad, besonders im Süden hochsommerliches Wetter mit Sonnenschein, sonst einzelne Schauer
Montag: 25 bis 37 Grad, verbreitet wieder richtig heiß und anfangs sonnig, später neue Schauer und teils heftige Hitzegewitter
Dienstag: 28 bis 38 Grad, ersten freundlich, später teils heftige Hitzegewitter
Mittwoch: 24 bis 38 Grad, hochsommerlich heiß, nur an den Küsten kühler, vielfach schwül, im Tagesverlauf neue Schauer und Gewitter
Donnerstag: 18 bis 26 Grad, wechselhaft mit Sonne, Wolken und Schauern
Freitag: 22 bis 27 Grad, mal Sonne, mal Wolken und einzelne Schauer 

Beim Wetter kommt somit auch in den nächsten Tagen keinerlei Langeweile auf. Besonders die Entwicklung der Temperaturen bleibt in den nächsten Tagen spannend. Es ist gut möglich, dass uns dann tatsächlich die heißesten Tage des Jahres ins Haus stehen. Verwunderlich wäre das ja nicht.

Immerhin befinden wir uns mitten in den sogenannten Hundstagen. Das ist oftmals der Bereich im Sommer, der die höchsten Temperaturen bringen kann. Kein Wunder: von Mitte Juli bis Anfang August befinden wir uns schließlich auch im Hochsommer, auch wenn man davon in diesen Tagen nicht sonderlich viel merkt.

Samstag, 22. Juli 2017

Wetter: Nach "Sommerloch" Richtung 40-Grad-Marke?

Wettertechnisch kommt in diesen Tagen für die Meteorologen keinerlei Langeweile auf. Die Luft ist voller Gewitter. Nächste Woche kommt es dann noch dicker: ein Höhentief macht es sich über Deutschland gemütlich und bringt uns regional neue Rekordniederschläge. Das kann ganz schön heikel werden. Nächste Woche kommt das Sommerloch. Das Zentrum des Höhentiefs liegt genau über Deutschland und sorgt für jede Menge Turbulenzen. Egal ob Westen oder Osten, es soll im ganzen Land zu heftigen Niederschlägen kommen.

Das berechnen die Wettermodelle nun schon seit einigen Tagen. Im Osten sind aktuell Niederschläge bis 200 Liter pro Quadratmeter angesetzt und das bis Donnerstagmorgen. Das wäre fast das Dreifache der normalen Julimenge. Auch im Westen deutschen sich starke Niederschläge an. Bis zu 80 Liter könnten es hier werden. Das wäre mehr als eine ganze Monatsmenge. Der Sommer wird einfach so mal fortgespült. Und ab Freitag kündigt sich dann schon wieder die nächste Hitze an. Einzelne Wettermodelle berechnen für das nächste Wochenende Spitzenwerte von über 35 Grad, ja sogar 40 Grad werden für möglich gehalten. Was für ein turbulente Sommerwetter!
das US-Wettermodell der NOAA berechnet für den nächsten Sonntag Spitzenwerte nahe der 40-Grad-Marke, www.wetterdata.de

Da werden extreme Regenmengen bis zum kommenden Donnerstag berechnet, ähnlich dem Unwetter, welches vor einigen Wochen erst Berlin und Brandenburg getroffen hatten. Doch diesmal soll es auch im Westen sehr nass werden. Auch da kann es ordentlich schütten. Mitten in den Sommerferien kommen da kaum noch Sommergefühle auf. Der Sommer ist erstmal abgeschaltet. 
Wetterlage am Mittwochnachmittag: das Höhentief treibt sein Unwesen genau über Deutschland


So geht es in der kommenden Woche weiter:

Sonntag: 20 bis 29 Grad, weitere Schauer und Gewitter, dazwischen Sonne
Montag: 18 bis 27 Grad, das Höhentief liegt über Deutschland und bringt Dauerregen, aber auch Sonnenschein, wo genau was sich einstellen wird, kann man schwer vorhersagen
Dienstag: 16 bis 25 Grad, bei Dauerregen sehr kühl, sonst auch mal Sonnenschein
Mittwoch: 15 bis 26 Grad, unter den Regenwolken sehr kühl, sonst mal Sonne, mal Wolken und auch mal längere Zeit trocken, den meisten Regen gibt es im Osten
Donnerstag: 21 bis 27 Grad, das Höhentief zieht langsam ab, weiterer Regen im Südosten, sonst auch mal Sonnenschein
Freitag: 21 bis 29 Grad, es wird wieder wärmer und sonniger, kaum noch Schauer
Samstag: 25 bis 33 Grad, sommerliche Hitze kehrt zurück, später einzelne Gewitter
Sonntag: 29 bis 37 Grad, lokal würde die Wetterlage am Oberrhein auch bis zu 40 Grad bringen, dazu immer schwüler und zum Nachmittag neue heftige Gewitter
Montag: 27 bis 38 Grad, sehr schwül, lokal nur schwer erträglich, dazu neue Unwetter möglich
Dienstag: 23 bis 29 Grad, schwül-warm, mal Sonne, mal Wolken mit Schauern und Gewittern

Unter den Dauerregenwolken ist es von Montag bis Donnerstag am kühlsten. Allerdings kann man jetzt noch nicht sagen, wo genau die Dauerregengebiete sein werden. Höhentiefs sind immer schwer zu berechnen.

Sicher ist nur, dass wir ein Höhentief bekommen werden, aber nicht wie es sich genau über Deutschland bewegen wird. Das kann eine sehr unwetterträchtige Wetterwoche werden. Irgendwo werden wieder hohe Regensummen vom Himmel kommen. Danach ist dann wieder eine neue kurze Hitzewelle möglich. Die genauen Details müssen wir aber noch abwarten.
bis Donnerstagmorgen kann es lokal unwetterartige Regenmengen geben, www.wetterdata.de