Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wetter: Weihnachtliche Sturmlage verschärft sich - gleich mehrere Sturmtiefs im Anmarsch!

Stadecken-Elsheim, den 21. Dezember 2016 - Heute ist kalendarischer Winteranfang. Wir bekommen in diesem Zeitraum die längste Nacht und den kürzesten Tag. Ab sofort geht es mit der Tageslänge wieder bergauf, die Tage werden wieder länger. Heute Morgen war das Wetter sogar vielfach sehr winterlich. Die Frühwerte lagen in 2 Metern Höhe zum Teil deutlich unter 0 Grad. In Kempten wurden minus 8 Grad gemessen, in Bamberg waren es minus 7 Grad. Direkt über dem Erdboden wurden in Garmisch-Partenkirchen sogar minus 12 Grad gemessen. Durch den Nebel bildete sich vielerorts Raureif und zauberte eine schöne Winterlandschaft.
Raureif kann auch ohne Schneedecke für eine schöne Winterlandschaft sorgen, wikipedia.de
Das wäre auch für das bevorstehende Weihnachtsfest sicherlich ein schön Anblick, doch es kommt weiterhin alles anders. Winterfans werden enttäuscht, denn weiße Weihnachten wird es nicht geben. Selbst in den Hochlagen der Mittelgebirge wird man an Heiligabend und dem 1. Weihnachtstag kaum echten Schnee finden. Höchstens Kunstschnee, denn einige Skipisten verfügen auch in Deutschland über Schneekanonen.

Doch auch dem Kunstschnee geht es Weihnachten an den Kragen. Vom Atlantik rauscht deutlich mildere Luft heran und die rauscht im wahrsten Sinne des Wortes heran: es droht Sturm und nach aktuellem Stand nicht nur einer, sonders gleich mehrere Sturmereignisse hintereinander könnten besonders den Norden und die Mitte Deutschlands treffen.
Die Temperaturen am 1. Weihnachtstag erinnern teilweise mehr an Frühling als Winter, wetter.net
Los geht es ab Sonntagmittag, denn frischt der Wind im Norden imer mehr auf. Gegen Abend erwarten wir denn Richtung Küste Spitzenböen bis 110 km/h. Direkt aus den Inseln sind auch Orkanböen um 120 km/h möglich. Bis an den Main runter ist der Wind stark bis stürmisch mit Böen zwischen 70 und 90 km/h.
Spitzenböen am 1. Weihnachtstag, wetter.net
Am 2. Weihnachtsfeiertag lässt der Wind nur kurzzeitig nach, schon gegen Abend frischt der Wind eneut stark auf. Dann bekommt auch der Osten verstärkt den Sturm zu spüren. In Berlin und Brandenburg sind Böen bis 90 km/h möglich.
Auch am 2. Weihnachtstag wird es im Norden, aber auch im Osten stürmisch, wetter.net
Doch damit nicht genug! Die aktuellen Modellberechnungen deuten darauf hin, dass es auch am 27. Dezember nochmal ordentlich viel Wind geben könnte. Der Schwerpunkt würde dann im Nordosten liegen und das ganze bei Spitzenböen bis zu 100 km/h.
Spitzenböen am 27. Dezember, wetter.net
Unterm Strich erwartet uns ab Weihnachten ziemlich viel Wind. Gleich an mehreren Tagen droht Sturm. Das macht die Einschätzung der Wetterlage noch ein ganzes Stück komplizierter. Wie bereits in meinem Post von gestern Abend geschrieben, ist die Gefahr groß, dass sich kleine aber giftige Randtiefs bilden die dann plötzlich mächtig aufdrehen und uns noch heftigere Böen bringen könnten. Bei allen Berechnungen kristallisiert sich aber heraus, dass der Schwerpunkt der Sturmserie im Norden und teilweise in der Mitte liegt. Der äußerste Süden liegt bei der ganzen Geschichte eher etwas am Rand.

Ich habe jetzt viel von Windgeschwindigkeiten und Spitzenböen gesprochen. Beides wird in Kilometer pro Stunde angegeben, wahlweise auch im Meter pro Sekunde. Mit letzterem können die meisten Menschen aber wenig anfangen. Km/h- das kennt man schon vom Auto fahren. Daneben gibt es noch die so genannte Windstärke. Diese wird in Beaufort gemessen, benannt nach dem Entwickler der Skala: Francis Beaufort.
Beaufort-Skala, wikipedia
Die höchste Windstärke ist 12. Dann spricht man von einem Orkan. Die Böen erreichen 117 km/h und mehr. Mal schauen, ob wir solche Böen auch am 1. und/oder 2. Weihnachtstag messen. Prädestiniert dafür wären die Küstenregionen bzw. die Nordseeinseln.

Ich werde heute Abend ein neues Sturm-Update einstellen!

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